36. Hauptsonderschau

Die Hauptsonderschau 2003, am 1.+2.11. in Hoya, konnte mit 752 gemeldeten Tieren nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Erfreulich dabei, dass das bei der Jugend nicht der Fall war, denn mit 87 Tieren wurde die Meldezahl zum Vorjahr nur um 4 Tiere verfehlt. Für die hervorragende Organisation gilt dem GZV Hoya , aber vor allem der Ausstellungsleitung, unser herzlicher Dank.
Zu sehen waren 19 Farbenschläge ohne Bart - es fehlten nur die im letzten Jahr anerkannten Blau-goldhalsigen. Dagegen war bei der bärtigen Variante ein erfreulicher Zuwachs von 3 Farbenschlägen zu verzeichnen; sie wurden in 16 verschiedenen Farben gezeigt. 
Die 11 Preisrichter konnten 20 mal vorzüglich und 49 mal hervorragend vergeben. Es war eine sehr gelungene Schau. Weitere Informationen mit einem ausführlichen Bericht  gibt es auch im nächsten Rundschreiben. 

Herzlichen Glückwunsch den SV-Meistern und Preisträgern

                 

Einige Bilder von der super Hauptsonderschau in Hoya gibt es hier:

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Schaubericht über die HSS der Federfüßigen Zwerghühner in Hoya

Die am 1. und 2.11.2003 in der Reithalle von Hoya ausgerichtete 36. HSS unseres SV wurde in der Seniorenklasse von 55 Züchtern mit 680 Tieren beschickt. Des Weiteren stellten 8 Jungzüchter 87 Tiere aus. Mit 767 Tieren lag diese HSS nicht ganz im Trend ihrer Vorgängerinnen. Dem Ausstellungsleiter K.-H. Dierks und seinem Team herzlichen Dank für ihre geleistete Arbeit zum Wohle unseres gemeinsamen Hobbys. Die ausgestellten Tiere konnten sich in der lichtdurchfluteten Halle bestens präsentieren und auch wir Aussteller wurden sehr gut versorgt.

Bei den Gold-porzellanfarbigen waren 36,60 jung und 10,20 alt zu sehen. Bei den Junghähnen war das Erscheinungsbild unterschiedliche, im Typ wie auch in der Farbe. Wobei die noch nicht ganz ausgereiften Hähne ihren Anteil an diesem Bild hatten. Gründe für niedere Noten waren eckige und unabgedeckte Übergänge, wie auch Rost in den Binden. Einige Hähne zeigten zu große, grobe Tupfen auf der Brust, mit der Folge, dass diese zu schwarz erscheint. Die herausgestellten Hähne verkörperten aber das Gewünschte in Form und Farbe (v SV-Band und hv: Dierks). Die Althähne ließen alle irgendwie ihre einstige Klasse erkennen. Mängel, die zu niederen Noten führten, waren teils dem Alter geschuldet. Sie zeigten offene Kehllappen und Schilf in den Schwingen. Der von Dierks gezeigte, mit v GB bewertete Althahn hatte alles was gewünscht wird. Er besaß besten Typ mit leuchtender Grundfarbe und gleichmäßiger, scharf geschnittener Tupfe, die mit feinem Grünlack überzogen war und eine weiße Perle hatte. Er trug einen gut geschnittenen Kamm und geschlossene Kehllappen. Dieser Hahn war die beste Werbung für seinen Farbenschlag. Von den Junghennen erhielten nur 50% die Note sg und darüber. Diese Hennen hatten Typ, eine goldgelbe Grundfarbe und eine junghennengerechte Zeichnung (v SVB Löser, hv Struckmann, Löser). Gründe für niedere Noten waren zu lange, unausgerundete Rücken. Nicht wenige zeigten eine zu dunkle Grundfarbe mit grober Tupfe und Moos in den Binden oder auch der unteren Brustpartie. Die Althennen ließen neben einigen recht typischen Tieren doch auch manche Mängel erkennen. Die unter sg bewerteten Althennen hatten nur wenig Probleme mit der Form. Oft war aber die Grundfarbe zu hell, einige zeigten Rost in den Binden, auch Moos in der Sattelpartie war ein Mangel. Eine Althenne bei der man die goldgelbe Grundfarbe nicht mehr sehen kann, weil Tupfe und Perle zu grob geworden sind, ist von minderer Qualität (v GB, hv: Tasche).
Die 12,22 jung und 2,3 alt waren eine eigentlich bescheidene Zahl für isabell-porzellanfarbig. Die herausgestellten Hähne hatten die gewünschten Proportionen mit der angestrebten rahmgelben Brustfarbe und sg Tupfung mit blauer Farbe. Auch zeigten sie geschlossene, nicht zu grobe Binden und waren ausgerundet im Übergang. Mängel bei den Hähnen waren flache Brustpartien, zerschlissene Handschwingen, grobe und zu graue Tupfung und eckige Übergänge (hv E: Pilatus). Die zwei Althähne hatten sg Typ und auch Grundfarbe, einer aber grobe Kopfpunkte und zerschlissene Bindenpartie. Bei den Junghennen gab es mit fast 50% g und b einen niederen Notenschnitt. Die im sg Bereich und darüber befindlichen Hennen, mit toller Form, recht guter Rahmfarbe und gleichmäßiger, geschlossener und auch nicht zu dunkler Tupfung, zeigten auch recht gute Köpfe (v SVB: Fasold). Gründe für Kritiken im Mangelbereich waren zu lange Rücken, offenen Tupfung, Kehllappenfalten, unkorrekte Auenbinde, zu dunkles Flügeldreieck oder unabgedeckte Übergänge.
Entgegen vergangener Jahre zeigten sich die Zitron-porzellanfarbigen (4,14 jung und 1,2 alt) sehr gut. Das betrifft vor allem die Grundfarbe. Sie war so ausgeglichen und in der richtigen Zitron-Farblage wie lange nicht. Ursache für die niedere Bewertung eines Junghahnes war mangelhafter Kammschnitt, bei den Hennen angeschobener Kehllappen oder offene Tupfen auf der Brustpartie (hv GB: Wolf 0,1j; hv E: Krause 0,1a).
Mit 10,24 jung und 3,6 alt waren die Silber-Porzellanfarbigen vertreten. Bei den Junghähnen gab es nur 2 mal sg und v SVB für einen sehr typvollen Hahn von Fasold. Gründe für die niederen Noten der Junghähne waren unausgereifte Steuerfedern und zwangsläufig stark offene Schwanzpartien. Auswüchse an Kammzacken oder emaillierte Ohrscheiben, die, egal bei welcher Farbe, als grober Mangel eingestuft werden müssen. Nur wenige Hähne zeigten sg Binden, entweder sie waren zu grob in der Binde und unsauber auf den Decken oder sie zeigten zu zarte zerschlissene Bindentupfen bei gleichzeitig offener, zu kleiner und zu blasser Brusttupfe. Auch zeigten einige reichlich gelben Anflug. Die Althähne mit sg Typ und Grundfarbe wie auch Zeichnung; einer noch sehr unausgereift in der Feder. Bei den Junghennen sah es wesentlich besser aus. Tiere mit guter Figur und recht guter, silberweißer Grundfarbe und gleichmäßiger Tupfung waren in der Überzahl. Obwohl zu sehen war, dass einige wertvolle Hennen nicht mehr ganz in Schaukondition standen (v GB, hv: Fasold). Ein Problem ist nach wie vor die teils schwarze Nervzeichnung auf den Decken von Hähnen und Hennen. Der Kiel soll, außer dem Bereich auf der sich die Tupfe befindet, silberweiß sein. Zu niederen Noten führten langer Rücken, zu schmale Schulter und bei nicht wenigen die faltigen Kämme. Auch bei den Hennen standen Tiere mit zu schwacher und grauer Brusttupfe. Ein Mangel den man bei Althennen besonders deutlich sehen kann, ist die gesäumte Tupfe. Diese soll mit einer klar angesetzten und rein weißen Perle versehen sein. Hier müssen wir züchterisch gegensteuern.
10,24 jung und 2,6 alt standen bei Gelb mit weißen Tupfen in den Käfigen. Einige Hähne waren teils noch unfertig im Abschluss oder aber auch eckig im Übergang. Beulige Kämme führten zu niederen Noten. Die herausgestellten Tiere zeigten sg Form, Farbe und Zeichnung (hv SE: Schwalm, 1,0a). Die Junghennen präsentierten sich wie schon zur 35. HSS mit einer sehr ausgeglichenen Grundfarbe und zeigten auch eine gleichmäßige Tupfung mit reiner Tupfenfarbe. Sehr typisch die Figuren der Spitzentiere (v SVB, 2 x hv: Schwalm). Die ganz wenigen Ausfälle bei den Hennen waren in zu grober oder zu schwacher Brusttupfung, wie auch mit fehlendem Mittelzehennagel begründet.
Bei  den Roten mit weißen Tupfen (4,8 jung und 2,4 alt) war die Grundfarbe verbessert, wobei an der Reinheit der Steuerfederfarbe noch gearbeitet werden muss. Auch sollten besonders die Hähne in der Unterlinie noch voller werden. Den Hennen war eine breitere Sattelpartie zu wünschen. Die Tupfung sollte noch gleichmäßiger in Verteilung und Größe werden. Ein sehr feiner Vertreter dieses Farbenschlages war die mit hv LVP bewertete Althenne von Claus.
Schwarz mit weißen Tupfen
gab es 9,11 jung und 1,2 alt zu sehen. Die Hähne zeigten überwiegend sg Typ, hatten lackreiche Grundfarbe und auch recht gute Zeichnung (hv SE: Brunngräber). Bei einigen waren aber die Kämme reichlich groß, auch muss auf korrekte Rückenlinie geachtet werden. Einzelne zeigten abfallende Rücken. Bei den Junghennen hätte ich 3 Vertreterinnen eine gleichmäßigere Kragenzeichnung gewünscht, diesen Hennen fehlte auch meist eine gleichmäßige Tupfung auf Rücken und Decken. Ein Muster für diesen Farbenschlag war die mit v SVB bewertete Henne von Epperlein. Die Spitzenhennen hatten Typ, lackreiche Farbe und bei sg Binden auch eine ansonsten gleichmäßige Tupfung (hv: Eperlein).
Perlgrau mit weißen Tupfen
, ein sehr aparter Farbenschlag, aber immer nur mit wenigen Tieren vertreten (1,2 jung, 1,1 alt). Den Hähnen hätte ich weniger gelben Anflug gewünscht. Mehr Körperfülle und ausgerundetere Übergänge wären von Vorteil gewesen. Die Hennen zeigten sg Form, auch Grundfarbe und Tupfung (hv: G. Schönefeld).
Wie schon so oft gab es bei den Weißen (9,9 jung, 0,1 alt) typische Formentiere zu sehen, was ja bei den einfarbigen Federfüßen öfter der Fall ist, als bei den gezeichneten. Wenige Tiere hatten leichten gelben Anflug. Zwei Hähne hätten im Übergang abgedeckter sein können (hv: Hechler). Die mit v SVB bewertete Hennen von Hechler machte diesem Farbenschlag alle Ehre.
Bei den 13 schwarzen Hähnen gab es bis auf ein Tier keinen Ausfall was den Typ betraf. Sie besaßen sg Brustfülle und Schulterbreite sowie recht gute Übergänge. Einigen hätte ich aber geschlossenere Schwanzpartien und mehr Bindenlack gewünscht. Auf glatte Kehllappen und deren Größe muss geachtet werden (v LVPH: Rost, hv: S. Schmidt). Die Hennen (26 jung, 2 alt) trugen bis auf ganz wenige Ausnahmen prima Grünlack und hatten sg Figuren. Einige waren nicht korrekt was die Zackeneinschnitte betraf, auch hätten mehrere weniger Vorkamm zeigen sollen (v SVB: Sohl; hv: Rost, Sohl).
Es folgten 7,18 jung und 0,2 alt in Perlgrau. Die Hähne zeigten sg Figuren und auch recht gute Köpfe. Teils hätte die Feder straffer und glatter sein können. Farblich gab es kaum Mängel, nur 2 zeigten deutlich gelben Anflug. Für mich hatte der 1,0 in 404 die beste Grundfarbe (hv GB: Hoppert). Auch die Hennen waren überwiegend sg in Form und Farbe. Nur einige sollten in der Grundfarbe, und dies besonders auf dem Kopf und Kragen, mehr taubenblau sein. Es gab auch Mängel was die Standhöhe anbelangte (hv LVP: G. Schönefeld).
3,11 jung, 1,1 alt gelb. Die Hähne mit sehr guten Figuren und Köpfen, aber die Kragenfarbe hätte gleichmäßiger sein können. Die Hennen waren mit recht guten Formen und gleichmäßiger Farbe ausgestattet; nur 2, die im Mantelgefieder scheckig waren (v LVP, hv SE: Hoppert).
Die 3 roten Hähne hatten eine recht gute Mantelfarbe, allerdings wäre es vorteilhafter gewesen, wenn sich die Kragenfarbe dieser angeglichen hätte. Die Form der Hähne und Hennen war sg. Den 3 Hennen hätte ich eine leuchtendere Augenfarbe gewünscht (hv: Hopert).
Die 6,10 Gestreiften zeigten sich besonders bei den Hähnen unterschiedlich im Typ. Zwei waren matt in der Farbe und hatten auch eine verschwommenen Streifung. Auch waren sie teils schon recht groß. Bei den Hennen konnte man, bis auf 2, klar gestreifte Tiere mit typischen Figuren und sg Fußbefiederung sehen. Auf gut gestreifte Handschwingen muss geachtet werden (v KVP: Koehler, hv: Löser).
Bei den Goldhalsigen (15,18) präsentierten sich die mit sg und darüber bewerteten Hähne mit sg Figuren und einer leuchtenden, nicht absetzenden Kragen- und Sattelfarbe. Auch waren diese Hähne sauber im Kragenschluss (2 x hv: Theiß). Bemängelt wurden grobe Vorkämme sowie große Kehllappen und Kämme. Vier Tiere zeigten sich im unteren Halskragen zu hell. Drei trugen rußige Kragenabschlüsse. Bis auf fünf Hennen zeigten sich diese sehr ausgeglichen, sie hatten Typ und auch eine klare Rieselung und Nervzeichnung, sowie die richtige Brust- und Deckenfarbe (v SVB: Theiß, hv: Lang).
Die Silberhalsigen (14,30 jung, 2,2 alt) zeigten sich nicht nur figürlich unausgeglichen. Bei einigen Hähnen missfiel die unreine Deckenfarbe. Auch hätte teils die Silberfarbe auf den Decken und dem Sattel intensiver sein sollen. Auch wegen Emaille in den Ohrlappen oder verkürzten Außenzehen gab es niedere Noten (hv: Kenn). Mängel bei den Hennen warn langer Rücken, bänderartige Rieselung, angelaufene Kopfplatten, Flitter oder Rost auf den Decken. Bei einigen störte auch weiß in der Fußbefiederung oder von den Seiten her fleckige Brustfarbe. Die herausgestellten Hennen überzeugten aber mit sg Form, feiner Silberfarbe und zarter, klarer Rieselung mit sg Nervzeichnung. Auch hatten diese Hennen eine satte lachsfarbige Brust (hv GB: Pöhler, hv SVB: B. Schönefeld).
Die 12 Hähne in Weiß-schwarzcolumbia zeigten sich im Typ recht ordentlich und hatten bis auf wenige auch sg Farbe (v GB: Hechler). Mängel bei den Hähnen waren gelber Anflug, Schilf in den Schwingen, violett auf den Nebensicheln oder schmaler Sattel. O.B. gab es wegen eingewachsenem Ring. Die 11 Hennen waren sehr ausgeglichen mit vollen, gut ausgerundeten Figuren und typischer Kragenzeichnung bei reiner Grundfarbe. Fein sehen die Hennen aus, bei denen die großen schwarzen Schwanzdeckfedern einen schmalen, klaren weißen Saum haben (2 x hv: Balliet). Nur zwei Hennen ohne Kragenschluss, eine hätte ausgerundeter sein können. Bei einigen hätten die Zacken breiter sein sollen.
Vier Hennen in Gelb-schwarzcolumbia waren keine Werbung für diesen schönen Farbenschlag. Die Hennen zeigten sich fleckig in der Grundfarbe und hatten sichtbare Einlagerungen in dieser. Auch hatten zwei zu dunkle Augen.
Bei den Birkenfarbigen (7,12 jung, 2,3 alt) waren 2 Hähne etwas unabgedeckt und eckig im Übergang. Die Sattelpartien hätten bei einigen breiter sein können. Auch wurde bei den Hähnen teilweise zu schwach ausgeprägte Silberfarbe auf Halskragen und Sattel beanstandet. Die silbernen Körperpartien sollen frei von gelben Anflug sein. Die Hennen waren figürlich sehr ansprechend und hatten saubere Fußbefiederung, was man von den Hähnen nicht bei allen sagen konnte. Die herausgestellten Hennen hatten prima Kragenfarbe bei satter, lackschwarzer Körperfarbe. Leider konnten bezüglich der Brustsäumung nicht alle genügen. Einige zeigten davon zu wenig, andere trugen Säumung über die gesamte Brustregion, bis zum Anfang des Bauches. Öfter war dann auch die Brustfarbe zu matt in der Farbe, es war eher ein Grauton als ein sattes Schwarz zu sehen. Das traf auch für ein paar Hähne zu. Auf eine 0,1 gehört auch keine silberne Nervzeichnung, schon gar nicht auf Rücken- oder Deckenpartie. Eine ordentliche Brustsäumung sollte scharf und klar im Silber sein und über den Kehlbereich hinausgehen, aber die untere Kropfregion nicht überschreiten (hv: Scheibner).

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Wenn ich jetzt zu den Bärtigen komme, möchte ich mich für uns alle bei den Zuchtfreunden bedanken, die unseren Bärtigen Federfüßigen Zwerghühnern die Treue halten. Sicher, die Probleme mit den Bärten sind bekannt, aber gerade hier gäbe es für manchen Zuchtfreund ein züchterisches Betätigungsfeld. Bestimmt lohnender, als ständig nach neuen Farbenschlägen zu suchen. Es wäre doch sehr bedauerlich, wenn wir in der Zukunft nach bärtigen Farbenschlägen suchen müssten, die wir heute noch fast in Vollendung haben.
Bei den 1,6 gold-porzellanfarbigen mit Bart von R. Rost war der mit v SVB bewertete Hahn eine Augenweide. Die Hennen hatten, bis auf zwei, sg Figuren, recht gute Grundfarbe, gleichmäßige Tupfung und Bärte. Zwei Vertreterinnen hätte ich einen ausgerundeteren Rücken und eine geschlossenere Tupfe gewünscht.
Silber-porzellanfarbige mit Bart
standen 2,5 jung und 0,1 alt zur Schau. Die Tiere zeigten sg Form und Farbe. Bis auf ein Tier mit zu wenig Kinnbart hatten sie sg Bärte. Den Hennen hätte ich straffere Kämme gewünscht (hv SE: Furgber).
Die 2,6 Perlgrauen mit Bart hatten sg Typ wie auch Kinnbart, Backenbart und Halskrause. Ein Hahn im Kammblatt straffer, bei den Hennen die Grundfarbe eine Idee leuchtender (sg 95 E: Rost).
Die 1,4 Roten mit Bart waren farblich eine sehr ausgeglichene Kollektion, die auch sg Bärte zeigte. Die Hennen konnten auch ausgerundeter sein (hv: Hoppert).
Gestreifte mit Bart
standen 2,4 in den Käfigen. Die gezeigten Tiere waren durchweg sehr ausgeglichen im Typ und trugen auch sg Bärte und Halskrause. Auch hatten sie sehr ausgeprägte Fußbefiederung. In der Streifung sollten besonders die Hennen noch klarer und zarter werden (hv: B. Schönefeld, 0,1).
Die 2 Junghähne, goldhalsig mit Bart, waren farblich ohne Tadel und hatten auch sg Bärte. Einer hätte im Übergang ausgerundeter sein sollen. Die 7 Hennen zeigten typische Form und bis auf eine auch sg Bart und Halskrause. Bei einigen Hennen wäre eine etwas sattere Kragenfarbe vorteilhaft gewesen. Die Brauneinlagerungen auf den Decken sollten so gering wie möglich gehalten werden. Die Rieselung und auch die Nervzeichnung war recht gut (v SVB: Hoppert, 0,1).
Leider nur 1,2 jung silberhalsig mit Bart. Die Bartfülle wie auch Typ waren sg. Die Bartfarbe des 1,0 hätte intensiver schwarz sein sollen, auch war seine Deckenfarbe zu beanstanden (sg 95 E: Hannemann, 0,1).
Eine Henne, gelb-schwarzcolumbia mit Bart, hatte zwar Figur, konnte aber farblich nicht gefallen. Die Grudfarbe war fleckig und der Bart zu knapp.
Den Abschluss der Bärtigen bildeten 1,2 alt und 0,1 jung birkenfarbig. Der Althahn war, was Form und Kragenfarbe sowie Bart angeht, recht gut, zeigte aber reichlich Brustsäumung. Die Hennen auch mit sg Form, aber einmal unkorrekte Zehenstellung und einer zweiten hätte ausgeprägtere Brustsäumung zum Vorteil gereicht.

Die Jugendabteilung begann mit 12,14 jung und 2,1 alt isabell-porzellanfarbig. Das waren fast genau so viele Tiere wie bei den Senioren und standen denen nicht nach. Die Hähne überwiegend mit sg Figuren sowie guten Kämmen. Sie trugen eine recht gute Grundfarbe und hatten den richtigen Blauton auf Tupfen, Binden und Schaftstrich. Mängel waren offene Kehllappen, auch wurde bei dreien die fehlende Unterbrust moniert. Einer zeigte reichlich rot auf Rücken und Decken und seine Zeichnung hatte keinen Blauton, sondern sie war grau (hv SE auf 1,0 alt von Ressel; sein kleiner Wunsch lag bei den Kehllappen, bei einem Althahn sollte man da großzügiger sein). Bei den Hennen zeigte, bis auf ganz wenige, die etwas lang in der Rückpartie waren, die Mehrheit die richtige Form, bei rahmfarbiger Grundfarbe und sg Tupfung. Bei einzelnen hätte die Tupfe geschlossener und in der Verteilung gleichmäßiger sein sollen (hv LVPJ: L. Krause).
Bei den 2,4 Zitron-porzellanfarbigen sollten die Hähne mehr Unterbrust zeigen, auch waren sie lose im Kammansatz und die Übergänge sollten abgedeckter sein. Die Hennen hatten bis auf eine guten Typ, aber ihre Grundfarbe hätte leuchtender zitronfarbig sein können, sie waren zu satt in der Grundfarbe.
Ein Paukenschlag waren die 5,20 Schwarzen von einem Aussteller! Bei den Hähnen konnten 2 recht gut gefallen. Bemängelt werden mussten aber fleckige Augenfarbe und teils faltige Kehllappen. Farblich waren die Tiere sg. Die Hennen waren überwiegend sehr fein, hatten sg Farbe mit Grünlack und gute Köpfe. Mängel oder Wünsche waren reichlich Vorkamm, mehr Gesichtsblüte, teils verursacht durch befiederte Gesichter. Eine Hennen zeigte schiefe Zehen (v SVE, 2 x hv: M. Sauer).
Bei den 5,8 Gelb-schwarzcolumbia zeigten die Hähne sg Figur, Grund- und Kragenfarbe. Auf glatte Ohrlappenansätze muss geachtet werden. Bis auf drei konnten die Hennen farblich gefallen, sie hatten gleichmäßige, satt gelbe Grundfarbe, sg Kragenfarbe und Kragenschluss sowie gut abgedeckte Schwanzpartien, die auch farblich stimmten (sg 95 SE: R. Schreiter).
Bei den 2,4 Birkenfarbigen hätte ein Hahn in der Halspartie ausgereifte sein sollen. Zwei Hennen war satteres Kragensilber und eine Idee mehr Grünlack zu wünschen. Die herausgestellten Tiere zeigten sg Figuren (sg 95 E: C. Lipschus).
Den Abschluss der Jugendgruppe bildeten 1,4 Gelb mit Bart, die sg Formen und Köpfe besaßen. Die Tiere hatten durchweg feine, gleichmäßige Körperfarbe. Dem 1,0 hätte aber eine sattere Farbe der Fußbefiederung gut gestanden (hv KVPJ: V. Mißbach).


Den jugendlichen Zuchtfreunden sei an dieser Stelle ganz herzlich für ihre züchterischen Aktivitäten gedankt, verbunden mit dem Wunsch, sie auch in Zukunft mit ihren Tieren auf unseren Schauen begrüßen zu können.
Allen Zuchtfreunden wünsche ich für 2004 die erhofften Erfolge bei der Zucht ihrer Federfüßigen Zwerghühner. Freuen wir uns schon heute auf die 37. Hauptsonderschau, die vom 6. - 7.11.2004 in Greiz stattfindet.

Arno Löser  (Zuchtwart)

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