Jungtierbesprechung für den Bereich Nord

Jungtierbesprechungen sind für Züchter aller Rassen wichtig und sehr beliebt. So kamen auch in diesem Jahr viele langjährig erfahrene Züchter und Liebhaber der Federfüßigen Zwerghühner am 9.9.2006 nach Wedemark. Zuchtfreund M. Schmidt konnte 22 Züchter im geräumigen Vereinshaus in Wiechendorf begrüßen; darunter auch den Ehrenvorsitzenden des SV P. Baasch. Leider musste er J. Brunngräber als Beisitzer für den Bereich Nord entschuldigen und bei G. Aselmann hoffte er auf eine nur kurzfristige Verspätung.

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Die Zuchtwarte H. Schwalm und G. Aselmann konnten dann mit den Sonderrichtern P. Baasch, H. Edzards, M. Schmidt und H. Tasche mit der Besprechung der über 120 Tiere in 8 Farbenschlägen beginnen. Da kamen wie in einigen  Jahren zuvor die Themen hohlrunde Oberlinie, Entwicklung der Kopfpunkte, Schwanzhaltung und -aufbau und vor allem Besonderheiten der Farbgebung zur Sprache. Aber vor allem wurde in diesem Jahr das uns allen berührende Thema Außenzehenkralle behandelt. Dabei schilderte H. Schwalm den momentanen Stand der Umfrage zu diesem Thema: Etwa 77 % der Jungtiere haben alle Krallen an den Zehen. Auch gibt es keinen Farbenschlag, bei dem es besonders schlecht aussieht. Betroffen sind dabei einzelne Zuchten oder Linien, bei denen die Anzahl der fehlenden Außenkrallen besonders hoch liegt. Für die Bewertung in diesem Jahr wird sich nach Meinung aller Preisrichter nichts ändern. Erst nach einem Gespräch mit dem BZA-Mitglied R. Möckel kann Zuchtwart Schwalm Ende des Monats mehr über das weitere Vorgehen sagen.
Von den zahlreich angereisten Sonderrichtern wurden folgende Farbenschläge in ihren Besonderheiten vorgestellt und ihr Zuchtstand besprochen: Gestreift, Gelb-Schwarzcolumbia, Gelb mit weißen Tupfen, Weiß, Gelb-Schwarzcolumbia mit Bart, Silber-porzellanfarbig, und eine sehr großen und gute Anzahl Gold-porzellanfarbig. Auch der neue Farbenschlag Rotgesattelt war mit 1,1 vertreten; wobei M. Schmidt auch über die sehr großen züchterischen Schwierigkeiten sprach. Nach langer intensiver Besprechung und konzentriertem Zuhören wurde allen Zuchtfreunden ein reichhaltiges Mittagessen in einer kurzen Mittagpause gereicht.
Auch hier war natürlich als Gesprächsthema die Außenzehenkralle, die Vogelgrippe und deren Auswirkung auf die Geflügelausstellungen gegeben. Bedauert wurde von allen Zuchtfreunden die geringe Meldezahl in Münster und Hannover; vor allem auch bei den Federfüßen. Ob die Auflagen der Veterinäre auch bei der Europaschau in Leipzig und der Hauptsonderschau in Waidhaus zu einem Rückgang der Meldezahlen  führen wird? Wir alle anwesenden Federfußfreunde werden diese Schauen aufs beste unterstützen und freuen uns auf ein dortiges Wiedersehen ebenso wie im nächsten Jahr in Wedemark! Dann bestimmt wieder mit J. Brunngräber!

Rudi Ehrhardt
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