HSS für Federfüßige Zwerghühner

Am 11./12..11.2006 fand in der Pfreimtalhalle bei Waidhaus die 38. HSS der Federfüßigen Zwerghühner statt, die von unserem Mitglied A. Sauer und seinen Helfern vom KTZV Waidhaus in der lichthellen Ausstellungshalle bestens organisiert war. Die gastfreundliche Bewirtung in der angegliederten Vereinsgaststätte und die günstigen Übernachtungen in unmittelbarer Nähe machten diese mit 816 Tieren beschickte Schau zum Höhepunkt des SV-Geschehens.

Die 65 Aussteller präsentierten den 12 SR bis auf die Rotgesattelten alle 21 anerkannten Farbenschläge ohne Bart sowie 11 mit Bart. Einen beachtlichen Anteil hatte wie üblich die mit 109 hochwertigen Tieren beschickte Jugendschau.

Bei den Gold-porzellanfarbigen zeigten die 30 Junghähne z.T. Mängel im Übergang, Kammschnitt, der Bindenführung, unfertige Schwänze oder zu kurze Hauptsicheln. Ansonsten feine Typen, gleichmäßige Farbe und einwandfreies Fußwerk (v, hv: W. Rost). Die 7 Althähne in nicht üblicher schwacher Qualität (nur 2x sg). Eckiger Übergang und offene Kehllappen waren ursächlich. 56 Junghennen, davon nur gut die Hälfte mit sg. Bei unteren Noten gaben langer Rücken, offene oder ungleichmäßige Zeichnung, mangelhafte Binden, unsaubere Perlung und unkorrekte Kehllappen den Ausschlag (v, 2x hv: W. Rost). Unter den 17 Althennen in ähnlicher Qualität 2 feine Vertreter von W. F. Sohl (v, hv).

Der Zuchtstand der Isabell-porzellanfarbigen war insgesamt verbessert. Dagegen fehlten bei den 16 Jung- und 4 Althähnen herausragende Spitzen. Diverse Kammfehler, krumme Außenzehen, schiefe Zehennägel und deutliche 3. Binde reichten nicht zur Note sg. Fein waren das Fußwerk, Farbe und exakte Tupfung. 32 Jung- und 2 Althennen nur mit 28% unteren Noten, meist als Folge langer Rücken, fehlender oder lückenhafter Binden und unkorrekter Zehennägel. Durchweg fein die Kopfpunkte, rahmgelbe Grundfarbe und Fußwerk (v, 2x hv: S. Pilatus; hv: M. Leimbach).

5,8 Zitron-porzellanfarbige sind farblich gleichmäßiger geworden und im Typ verbessert. Die Übergänge waren teils noch eckig und die Tupfung muss noch geschlossener werden (hv: U. Scheibner).

15,16 Silber-porzellanfarbige zeigten allgemein prima Rückenlinie und verbesserte Tupfenform, straffe Kammblätter und ordentliches Fußwerk. Einige Hähne hatten gelben Anflug. Der leichte Vorsaum vor der Tupfe, besonders der Brust, ist immer noch ein Problem, das aber vorsichtig anzugehen ist. Das gilt auch für die besonders auf den Decken vorhandenen schwarzen Federkiele, die in die Grundfarbe hineingehen. Einige Hennen wurden wegen Ruß in der Grundfarbe zurückgesetzt (v, hv: F. Fasold).

Bei den 11,16 Weißen nur 2 Ausfälle (Augenfarbe und Drehfedern), ansonsten die bekannten Spitzenfiguren mit feiner Farbe und feinem Fußwerk. Offene Kehllappen, welliges Kammblatt und blasse Ohrlappen wurden außerdem beanstandet (v, 2x hv: Hechler; hv Struckmann).

18,33 Schwarze wie üblich mit durchweg prima Typ, Köpfen und Fußwerk. Teilweise konnte der Lack mehr grün sein und die Schwingenfarbe intensiver. Geachtet wurde auch auf die richtige Farbe des Gesichtes, das nicht mit Federn besetzt sein sollte. Ungleiche oder helle Augenfarbe nur bei wenigen Tieren, insgesamt nur 8x g (2x v, 3x hv: R. Rost).

Eine Spitzenkollektion, die 3,5 Roten von W. Hoppert. Für diese Seltenheit prima Typ, feine Schwanzstruktur und –farbe (v, hv).

Der gleiche langjährige Spitzenzüchter zeigte auch unter den 5,7 Perlgrauen, mit feinem Typ und annehmbarer Federbreite, die Spitzentiere (v, 2x hv).

Die 6,15 Gelben in hoher Qualität konnten teils bessere Rückenlinie und noch reinere Schwanzfarbe zeigen. Die Schwingenfarbe wurde teils intensiver gewünscht. Typischer Kopf und satte gelbe Farbe waren durchweg vorhanden (v: Hoppert; hv: Meiner).

In gutem Zuchtstand präsentierten sich die 9,18 Schwarzen mit weißen Tupfen. Der Typ sollte teils noch gedrungener sei; Fußwerk, Kopf und Lack waren kaum zu beanstanden. Einige Hennen waren unfertig und mit ungleichmäßiger Tupfung (v, hv: Epperlein; hv: Hernitschek).

Die 6,11 Perlgrauen mit weißen Tupfen zeigten Fortschritte im Typ. Problematisch sind weiter die schmale Federstruktur, vor allem im Schwanz, und die ungleichmäßige Tupfung, besonders in den Binden.

18,40 Gelbe mit weißen Tupfen bewiesen den Spitzenzuchtstand dieses Farbenschlages. Typische Rückenlinie, gleichmäßige, satte Farbe, volles weißes Fußwerk und feine Köpfe bestimmten das Bild. Bei den Hähnen gab es Wünsche nach besserer Bindenführung und besserem Übergang sowie geschlosseneren Kehllappen (v: Schwalm, Aselmann). Bei den Hennen waren Kammfront, Rückenlänge und unsaubere Tupfung Grund für Abstriche (2x v, hv: Schwalm).

Erstaunlich der Aufschwung der 4,13 Roten mit weißen Tupfen, mit verbesserter Figur und gleichmäßiger Farbe, feinen Köpfen und Fußwerk. Die Schwanzstruktur muss noch korrekter und die Tupfung noch gleichmäßiger werden (v, hv: M. Leimbach).

7,18 Gestreifte zeigten sich in unterschiedlicher Qualität, vor allem wegen der Streifung, die bei manchen in Schwingen und Schwanz nicht klar genug war. Auch Übergänge und Federbreite konnten teils besser sein. Köpfe und Fußwerk gefielen (v, hv: Löser: hv: Doehler).

16,28 Goldhalsige in gemischter Güte folgten. Einige waren noch etwas unfertig, andere hatten absetzende oder dunkle Behangfarbe. Auch Blaulack war bei einigen zu finden. Ansonsten schöne Figur, Fußwerk und Kammschnitt (hv: Heindl, Buß). Unter den Hennen waren teils langrückige Tiere oder solche mit defektem Gefieder, manche hatten grobe Rieselung oder große Kämme. Sonst feine Typen, Farbe und Rieselung (v, hv: Buß).

Die 7,9 Blau-goldhalsigen waren fein im Typ, Fußwerk und den Köpfen. Die Probleme liegen bei diesem jungen Farbenschlag im farblichen Bereich. Bei den Hähnen sind Schwanz- und Brustfarbe oft zu dunkel, fast schwarz, die Halsbehänge dagegen teils zu hell. Bei den Hennen sieht man dunkle, braune Brustfarbe und die Rieselung im Mantelgefieder fehlt fast völlig (hv: Taubmann).

Die folgenden 8,14 Silberhalsigen mit nur 5x g, sonst sg und hv an H. Kenn, Fulde und B. Hoppert. Köpfe und Fußwerk beeindruckten. Bei einigen war mehr Deckensilber oder Brusttiefe zu wünschen. Bei den Hennen sollen die Decken rostfrei sein, die Rieselung gleichmäßig und nicht zu grob. Die Brustfarbe sollte möglichst frei von Rieselung sein.

In bekannt hoher Qualität aber leider schwacher Zuchtbasis zeigten sich 5,5 Weiß-schwarzcolumbia. Nur wenige mit etwas unsauberem Mantelgefieder. Einige 0,1 konnten strafferen Kamm zeigen (v: Hechler). In feiner Qualität die 1,4 Gelb-schwarzcolumbia mit wenigen Wünschen in Farbe und Zeichnung. Den Abschluss bildeten 6,11 Birkenfarbige mit feinem Typ, Lack und Fußwerk. Außer Kritiken an der Augenfarbe und den Übergängen, waren vor allem die Hals- und Brustzeichnung (durchbrochen) Gründe für Abstriche.

115 Federfüßige Zwerghühner mit Bart bildeten die nächste Abteilung. 2,7 Gold-porzellanfarbige mit feiner Farbe, Zeichnung und Fußwerk. Nur der Typ wurde gedrungener und die Bärte teils voller gewünscht (hv: W. Rost). 4,8 Isabell-porzellanfarbige waren im gedrungenen Typ und der korrekten Zeichnung erheblich verbessert. Die Bärte konnten teils voller und die Rückenlinie noch harmonischer sein (hv: Gahlen, Klose). Ähnliches lässt sich von den 3,7 Zitron-porzellanfarbigen berichten. Die Farbe konnte teils gleichmäßiger sein.

6,12 Weiße zeigten beachtliche Qualität mit nur geringen Wünschen in den Kopfpunkten und Übergängen bei einigen. Allgemein aber prima Typ, voller Bart und saubere Farbe (v, hv: Hannemann). 5,6 Schwarze mit feinem Typ, Bart und Lack, sollten aber nicht größer werden. Die Kehllappen sollen verdeckt sein. Einige Hennen konnten sattere Augenfarbe haben (v, hv: R. Rost). 1,5 Rote waren sehr fein in allen Teilen. Etwas Schwarz im Schwanz ist zum Erhalt der Federstabilität nötig (v, hv: Hoppert). 3,6 Gelbe überzeugten. Teils wurden bessere Federstruktur und sattere Farbe gewünscht (v: Habla).

1,2 Schwarze mit weißen Tupfen konnten im Typ noch ausgereifter und gleichmäßiger in der Tupfung sein. Auch die Bärte voller und Latschen durchgefärbter. Das Gleiche lässt sich von 1,3 Perlgrauen mit weißen Tupfen berichten. In Gelb mit weißen Tupfen war nur eine annehmbare Althenne zu sehen.

Die 4,9 Goldhalsigen waren allgemein hochwertig. Bei wenigen Hähnen sollte das Flügeldreieck durchgefärbter und die Kehllappen noch verdeckter sein. Die Hennen teils mit zarter Rieselung im Flügel (2x hv: D. Hannemann). Es folgten 2,4 Silberhalsige mit prima Zuchtstand. Bei den Hähnen nur noch mehr Deckensilber und Brustfarbe satter als Wunsch (hv: R. Hannemann).

3,3 Gelb-schwarzcolumbia waren sehr fein, konnten aber teils farblich gleichmäßiger und in der Schwanzstruktur noch typischer sein (hv. R. Ehrhardt). 1,1 Birkenfarbige mit Wünschen nach geschlossenerem Schwanz und feinerer Silberung.

In der Jugendgruppe sah man hochfeine Qualität bei den 109 Tieren, teils der Seniorenabteilung überlegen. Zu Beginn 4,11 Gold-porzellanfarbige in Spitzenqualität vom Deutschen Meister R. Schreiter mit v und hv und nur 2 g. Nur weinige Tiere zeigten kleine Wünsche in Halsfarbe und Kammschnitt. Die 14,16 Isabell-porzellanfarbigen bewiesen trotz 10x g einen hohen Zuchtstand. Bei den Hähnen hatten einige einen harten Übergang oder reichlich großen Kamm (v, hv: R. Schreiter; hv: Anna Leimbach). Die 4,2 Zitron-porzellanfarbigen wiesen Fehler in der Rückenlinie, der Farbverteilung und Zeichnung auf.

Es folgten 3,4 Weiße in hoher Qualität (hv: Schaper). 7,23 Schwarze, alle von M Sauer, mit durchweg prima Rückenlinie, Lack, Fußwerk und Kopfpunkten (v, 2x hv). Ähnlich die 2,4 Perlgrauen, mit feinem Taubenblau und annehmbarer Federstruktur (hv: D. Richter). Die 3,3 Gelb-schwarzcolumbia zeigten unterschiedliche Qualität. Teils wurden gleichmäßigere Farbe und korrektere Halszeichnung verlangt (hv: L. Weß). In Spitzenqualität, die 2,5 Gelben mit Bart. Feine Rückenlinie und gleichmäßige satte Farbe überzeugten (v: V. Mißbach).

(Georg Aselmann in Geflügelzeitung 15/2007, Fotos: Wandelt)

 

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