Züchter Federfüßiger Zwerghühner demonstrieren gegen Geflügelmord

Dem Aufruf des thüringischen LV-Vorsitzenden Günther Schneider mit einer Demonstration gegen unsinnige und unsachgemäße Tötung und Aufstallungspflicht von Rassegeflügel zu kämpfen, waren am 16. August rund 700 Zuchtfreunde gefolgt. Vorausgegangen war eine Tötungsaktion von Rassegeflügel in der Nacht zum 7. Juli im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, die aufgrund einer auf den H5N1-Virus positiv getesteten Hausgans behördlich angeordnet worden war. Bei dieser auf abscheulichen Aktion, die mit keinem gesundem Menschenverstand erklärbar ist, wurden rund 1600 Stück Rassegeflügel brutal ermordet. Ein Meer von Fragen tat sich auf:

Schikane ebenfalls ist die auferlegte tierquälerische Aufstallungspflicht in mehreren Landkreisen Thüringens. Die Demo sollte nun nochmals mit Nachdruck den für diese kreaturverachtenden Entscheidungen Rechenschaftspflichtigen und der Öffentlichkeit zeigen, dass ein derartiges Umgehen mit der Rassegeflügelzüchterschaft nicht geduldet wird. Geleitet wurde sie von den Zfrd. Hans-Georg Schönthal und Günther Schneider. Vor dem zuständigen Ministerium wurde lautstark auf sich aufmerksam gemacht und es sprachen Geschädigte und leitende Funktionäre zu den demonstrierenden Züchtern bzw. an die Verantwortlichen im Ministerium. Letztgenannte interessierten sich aber offensichtlich in keinster Weise für die Anliegen der Züchter und standen für die begangenen Fehler nicht grade – Geschlossene Fenster und Türen im Ministerium. Die per Megaphon Vortragenden berichteten über genaue Vorgehensweisen bei der Tötung des Geflügel, bei der ein Mittel eingesetzt wurde, das lediglich unter Narkose Anwendung finden darf. Letztlich ging auch noch das Gift aus und die Tiere erlagen dem Erstickungstod in Plastiktüten – ganz einfach eine Sauerei und ein eindeutiger Beweis für absolut fehlenden Sachverstand bei den Verantwortlichen. Ein betroffener Züchter berichtete wie

Bild von www.vhgw.de

15 (!!) Polizisten ihn zu bändigen versuchten während der Tötungsaktion seiner geliebten Tiere. LV-Chef Schneider ließ das gesamte Geschehen ebenfalls Revue passieren und sprach klare Worte. Er kündigte gerichtliche Klagen an wegen unsachgemäßer Tötung und unter anderem auch, weil die Behörden, durch die Keulung auf der Roten Liste stehenden Geflügelrassen, EU-Recht brachen. Unter weiteren Referenten, wie der VHGW-Vorsitzende Michael von Lüttwitz, BDRG-Vizepräsident Manfred Kull, mehrere KV-Vorsitzende,

 

sprach auch unser 1. SV- Vorsitzende Arno Löser, als vom Aufstallungsgebot Betroffener. Er betonte nochmals die Sinnlosigkeit dieser Maßnahmen bei der derzeitigen Seuchensituation. Die absolute Tierquälerei, die diese Sache darstellt, nimmt auch ihm ein ganzes Stück Lebensqualität! Die derzeitigen klimatischen Bedingungen machen die Situation für das in den Ställen hockende Geflügel noch problematischer. Eine erhöhte Parasitengefahr besteht unter den widrigen Bedingungen; wirksam Behandeln könne man aber nicht, wenn sich die Tiere im Stall befinden, so Arno Löser.

Bleibt zu hoffen, dass schnellstmöglich die Stallpflicht aufgehoben wird um den Lieblingen wieder ein leidenfreies Leben gewähren zu können.

Ruben Schreiter

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