Tierbesprechung des Bereiches SÜD am 23. August 2009

Die Züchterfamilie Resi und Karl-Heinz Vierling hatte abermals zur Tierbesprechung nach Weinheim in die Gemeinschaftszuchtanlage des RGZ Weinheim geladen. 21 Züchterfrauen und Züchter folgten dem Ruf und fanden sich am Sonntag, den 23. August zu diesem Treffen Gleichgesinnter zusammen. Kennt man die eifrigen Bemühungen, um freundschaftliche und unserer Sache dienlicher Auslandsverbindungen, unseres Karl-Heinz´s, so war es nicht verwunderlich, dass sich unter den Teilnehmern auch 3 Federfußfreunde aus Frankreich wohl fühlten. Weiterhin traf man auf einige Gesichter, die man noch nicht gesehen hatte, die einem aber glücklich stimmen, da sie bezeugen, dass unsere verzaubernde Rasse immer und immer mehr Menschen in ihren Bann zieht und dass sich diejenigen Personen auch am SV und seiner fachlichen Betreuung interessiert sind. Es trifft ja genau den Sinn und Zweck einer regionalen Tierbesprechung, wenn Züchter, denen es aus vielerlei Gründen nicht möglich ist, an den bundesweiten SV-Veranstaltungen teilzunehmen, der Tierbesprechung in ihrer Region beizuwohnen und ihren Wissensstand über Federfüße zu erweitern.
In seiner Begrüßung hieß Karl-Heinz Vierling alle Angereisten herzlichst willkommen und freute sich, dass viele Züchter den Weg nach Weinheim gefunden haben. Zuchtfreund Jürgen Heil, gab im nahmen des RGZ Weinheim einen
Willkommensgruß in die Runde. In seinen Begrüßungsworten betonte unser SV-Vorsitzender Arno Löser, dass es ihn besonders freudig stimmt, dass Zfrd. Vierling sich bereit erklärt hat die Veranstaltung auszutragen, da es ansonsten um dieses Treffen schlecht bestellt gewesen wäre. Hocherfreut gratulierte er Karl-Heinz Vierling, zum Titel „Meister der deutschen Zwerghuhnzucht“, der ihm zur Bundestagung des Deutschen Zwerghuhnzüchterverbandes verliehen wurde.
Im eigentlichen Hauptteil, der Tierbesprechung, waren insgesamt 87 Jungtiere zugegen (5,10 Gold-porzellanfarbige; 8,14 Zitron-porzellanfarbige; 2,1 Silber-porzellanfarbige; 5,7 Pergraue mit weißen Tupfen; 1,2 Weiße; 1,9 Schwarze; 2,2 Goldhalsige; 1,1 Weiß-schwarzcolumbiafarbige; 5,4 Gelb-schwarzcolumbiafarbige, 3,4 Birkenfarbige). Die Tiere wurden von unseren Sonderrichtern Arno Löser, Holger Schwalm und Axel Seufert, sowie vom Preisrichter-Anwärter Ruben Schreiter nach dem gegenwärtigem Zuchtstand besprochen. Wie bei einem so frühen Termin nicht anders zu erwarten, fehlte es dem Großteil der Jungtiere noch an einigen Wochen bis zur körperlichen Reife, wodurch die figürliche Einschätzung noch nicht vollends möglich war. Aufgrund der noch nicht vorhandenen Sattelfedern erschien manche Rückenpartie noch gerade und eckig im Übergang. Allgemein lässt sich dies auf die gesamte, allseits gerundete Federfußfigur übertragen, die letztlich erst vollkommen erscheinen kann, wenn der gesamte Körper, das heißt Skellet, Muskulatur und Federkleid vollständig ausgereift ist. Bezüglich der Kopfpunkte erschien der Großteil mit korrekter Kammzackung und richtiger Augenfarbe. Wenige Tiere wiesen ungleichmäßige Kammzackengrundlinien, Nebenzacken oder beulige Kammblätter auf. Auffällig war, dass ein beträchtlicher Teil der Exemplare mit Defiziten in der Schwingenstruktur aufwartete. Ohne die Qualität der anderen Federfüße schmälern zu wollen, möchte ich die ausgeglichene zitron-porzellanfarbige Kollektion von unseren Zuchtfreund Pierre Hornecker aus Frankreich nicht unerwähnt lassen. Vor allem die Grundfarbe der Hennen war sehr einheitlich von Tier zu Tier und gleichmäßig innerhalb eines Tieres. In Bezug auf die Grundfarbe der Hähne trifft man auf den Zwiespalt, dass farblich intensive Tiere mit prima Brustfarbe dazu neigen im Schmuckgefieder, sprich im Sattelbehang und auf den Flügeldecken, schon zu rot zu werden. Diejenigen Hähne, die im Schmuckgefieder absolut frei von rötlichen Einlagerungen sind zeigen oftmals eine zu helle Grundfarbe, so dass eine Zuordnung in „zitronengelb“ laut Standard kaum noch möglich ist. Der goldene Mittelweg ist hierbei anzustreben, wobei der Standard intensiveres und satteres Gelb im Schmuckgefieder der Hähne ja erlaubt. Als mittelfristiges Ziel muss auch die Verbesserung der Brusttupfung angenommen werden. Zitron-porzellanfarbige haben leider oftmals noch eine zu offene Brusttupfe. Mehrere der gezeigten Hennen unseres Zfrd. Hornecker zeigten hierbei Ausnahmecharakter. Sie überzeugten mit geschlossener, annähernd birnenförmiger Tupfung und ordentlich eingesetzter weißer Perle bei gleichmäßiger Zeichnungsverteilung. Es würde mich freuen diese Tiere in unserem deutschen Schauwesen wiedersehen zu dürfen.

Nach beendeter Tiersprechung führte uns Karl-Heinz durch die äußerst gepflegte Zuchtanlage, wo wir verschiedenes Rassegeflügel betrachten konnten. Ein Augenschmaus der besonderen Art war die wohl einmalige Anlage von Ziertaubenspezialist Jürgen Heil, wo man die verschiedensten Spezies der Ziergeflügelwelt in beeindruckender Qualität bestaunen konnte.
Nach dem Rundgang und schmackhaftem Kaffe und Kuchen bedankte sich unser Vorsitzender Arno Löser für die vorbildliche Ausrichtung und Bewirtung bei Resi und Karl-Heinz Vierling. Karl-Heinz Vierling gab bekannt, dass die nächstjährige Tierbesprechung wieder am gleichen Ort stattfinden werde und wünschte einen guten Nachhauseweg.

                                                                       Ruben Schreiter, Pressewart   

 


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