Tiebesprechung am 3.9. in Klein-Auheim

 

Auch die zweite Tierbesprechung der Gruppe Süd unseres SV in Klein-Auheim war wieder ein Erfolg. Etwa 20 Züchterinnen und Zuchtfreunde unserer schönen Rasse fanden den Weg in die Zuchtanlage nach Klein-Auheim. Der dortige Verein rund um unseren Zuchtfreund John Rösel hatten alles bestens vorbereitet. So fanden etwa 60 Federfüße gute Bedingungen bei bestem Wetter im Schatten unter den Bäumen; ein Zelt stand für nicht so optimale Verhältnisse zur Verfügung. Leider musste sich der Vorsitzende der Gruppe Süd, Herbert Theis, aus familiären Gründen entschuldigen. Wer Herbert kennt  weiß, dass dies ihm nicht leicht gefallen ist. Er ist ein Federfußfreund vom Scheitel bis zur Sohle. 
Von weiter angereist waren Ronny Schönefeld und die Sonderrichter Gerhard Schönefeld und Rudi Ehrhardt. Abwechselnd wurde jedes einzelne Tier ausführlich besprochen. Gerhard wies bei den weiß- und gelb-columbiafarbigen auf die richtige Schwingenfarbe und die Rückenzeichnung der Hennen hin. Dort stößt die dunkle Unterfarbe oft nach oben durch. Da hilft auch ein leichtes Putzen nichts - untere Noten sind vorprogrammiert. Aber nur wenn man solche Tiere mit zur Besprechung bringt, können auch andere Züchter aus diesen Zeichnungsfehlern lernen. Den Schwarzen konnte man den hohen Zuchtstand ansehen: prima Form und breite Feder mit tollem Grünglanz. Auch den Weißen konnte Gerhard beste Eigenschaften der Federfüße bescheinigen: beste Körperform und ein Weiß ohne gelben Anflug. Wir werden sie hoffentlich auf der HSS wieder sehen.
Rudi Ehrhardt wies bei unserem Hauptfarbenschlag Gold-porzellanfarbig auf den hohen Zuchtstand hin. Die erschienen Tiere hatten ein tolle Form, birnenförmige und abgegrenzte Tupfe sowie eine rein weiße Perle. Wenn dann kleine schwarze Punkte (Pfeffer) in der Bindengegend in starkem Maße zu sehen ist, dann entwertet dies auch sonst besten Eigenschaften.  Die größere Anzahl in Gelb-weiß leider noch stark in der Mauser; aber mit prima Grundfarbe und meist mit schöner runder Tupfe. Auf deren gleichmäßige Verteilung über den ganzen Körper ist dabei zu achten. Tiere mit krummen Zehen sollten weder bei der Ausstellung noch in der Zucht erscheinen.
Der vor 2 Jahren anerkannte Farbenschlag Orangebrüstig erschien mit formlich sehr schönen Tieren; auch mit breiter, grün glänzender Feder. Die Säumung der Hennen ging teilweise weit in das Schenkelgefieder und dann leider auch auf den Rücken über. Oder die Tiere waren zu wenig gesäumt und zeigten dann einen durchstoßenden Schaftstrich. Die gleiche Zeichnungsvariante in Silber, also die Birkenfarbigen, waren besser gezeichnet und auch sonst in prima Qualität. Wir werden auch sie hoffentlich auf der HSS wieder sehen.

Ebenfalls von weit angereist war eine Jugendliche aus dem Raum Edersee. Sie brachte einige Bärtige in rot mit: prima Form und Grundfarbe; leider war eine sonst feine Henne stark gezeichnet. Bei den Orangebrüstigen waren die Henne sehr gut gezeichnet, der Hahn zeigte allerdings keine gute Schaftstrichzeichnung im Halsgefieder.

Neben der Verköstigung der Tiere hat Zuchtfreund John auch die angereisten Besitzer bestens verköstigt: Kaffee und feinen selbst gebackenen Kuchen am Vor- und Nachmittag. Zur Mittagszeit eine deftige Rindswurst zur Stärkung vor der Heimfahrt.
Wir danken John und seinen Helfern für die Organisation der Tierbesprechung. Wir würden uns freuen, wenn wir im nächsten Jahr wieder kommen dürften.

Rudi Ehrhardt

       

 

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