Anerkannte Farbenschläge:

Porzellanfarbige: gold-porzellanfarbig Getupfte: gelb mit weißen Tupfen
isabell-porzellanfarbig schwarz mit weißen Tupfen
zitron-porzellanfarbig perlgrau mit weißen Tupfen
silber-porzellanfarbig rot mit weißen Tupfen
gold-blauporzellanfarbigen
Gezeichnete: gestreift Einfarbige: weiß
goldhalsig schwarz
blau-goldhalsig perlgrau
silberhalsig gelb

orangehalsig

rot
birkenfarbig blau-gesäumt
orangebrüstig

rotgesattelt  
weiß-schwarzcolumbia (hell)

Einige Beispiele mit Bart

gelb-schwarzcolumbia
kennfarbig

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Die breite Farb- und Zeichnungspalette von nunmehr 26 anerkannten Farbenschlägen ermöglicht jeder Geschmacksrichtung, Gefallen an dieser Zwerghuhnrasse zu finden. 

gold-porzellanfarbig
Unter den 4 Farbenschlägen mit porzellanfarbiger Zeichnungsstruktur sind die Gold-Porzellanfarbigen der Inbegriff der wohl ältesten Zwerghuhnrasse der Welt. Sehr beliebt auch in Liebhaberkreisen, wurden sie dort auch "Mille fleurs" (französisch "tausend Blüten") oder "Gartenzwerghühner" genannt. Sie wirken von allen gezeichneten Farbenschlägen mit ihrer exakten birnenförmigen schwarzen Tupfe und den feinen, klaren weißen Perlen, die mit jeder Mauser größer werden, vollendet wie ein Juwel in der Welt des Rassegeflügels. Sie sind mit Abstand der am weitesten verbreitete Farbenschlag.

1,0 gold-porzellanfarbig   0,1 gold-porzellanfarbig

isabell-porzellanfarbig
Dieser Farbenschlag (bis 2001 blau-porzellanfarbig genannt) ist als Mutation aus den gold-porzellanfarbigen entstanden und somit der zweitälteste Farbenschlag. Ihre zarte, rahmgelbe Grundfarbe mit den zartblauen Tupfen begeistert besonders feinsinnige Züchter und Liebhaber. Grundfarbe und Zeichnung müssen in der Breite der Zuchten noch näher ans Ideal herangezüchtet werden.

1,0 isabell-porzellanfarbig   0,1 isabell-porzellanfarbig

zitron-porzellanfarbig
Die zitron-porzellanfarbigen mit der aparten, zitronengelben Grundfarbe und den gleichen Zeichnungsfarben wie die Gold-Porzellanfarbigen wurden in Deutschland 1984 anerkannt. Sie bedürfen noch der Durchzüchtung hinsichtlich des gedrungenen Typs und der gleichmäßigen Grundfarbe und Zeichnung, besonders der korrekten birnenförmigen Tupfung. 

1,0 zitron-porzellanfarbig  0,1 zitron-porzellanfarbig

silber-porzellanfarbig
Mitte der 90er Jahre wurde dieser Farbenschlag, mit der silberweißen Grundfarbe und ebenfalls dem Zeichnungsbild der Gold-Porzellanfarbigen anerkannt. Sie sind in einigen Teilen zu verbessern. Der gelbe Anflug bei den Hähnen wurde bereits weitgehend eliminiert; problematische ist noch das Erreichen der reinen Grundfarbe, befreit von Ruß (Pfeffer) und einer runden bis birnenförmigen Tupfung.

1,0 silber-porzellanfarbig 0,1 silber-porzellanfarbig

gold-blauporzellanfarbig

  

Die gezeichneten Farbenschläge sind in der Verbreitung selten oder sehr selten.

gestreift
Sie wurden in den letzten Jahrzehnten stark verbessert, insbesondere hinsichtlich klarer Streifung ohne Anflug . Schöne Figuren und feine Köpfe sind in etlichen Zuchten gut verankert. Nur zuweilen gibt es Wünsche am Fußwerk und der Schwingenzeichnung. 

1,0 gestreift   0,1 gestreift

goldhalsig
Bei diesem Farbenschlag sind der Typ und der Farbton gut verankert, auch die Kopfpunkte und das Fußwerk; zuweilen sind strohfarbene Halsbehänge oder bei den Hennen mangelhafte Rieselung sowie lockeres Rückengefieder zu beanstanden; ebenso manchmal Flitter im Rücken.

1,0 goldhalsig   0,1 goldhalsig

blau-goldhalsig
Dieser im Jahr 2002 anerkannte 20. Farbenschlag ließ in den gezeigten Exemplaren bisher eine gute Verankerung des Federfußambiente erkennen. Ein beurteilungsfähiger Zuchtstand ist wegen des bisher geringen Zuchtumfangs noch nicht erkennbar. 

1,0 blau-goldhalsig  0,1 blau-goldhalsig

silberhalsig
Sie sind als Pendant zu den Goldhalsigen durchweg in einem ordentlichen Zuchtstand anzutreffen. Sie repräsentieren den Federfußtyp ebenfalls überzeugend. Gelber Anflug bei den Hähnen ist selten. Bei den Hennen gibt es ähnliche Schwächen wie bei den Goldhalsigen.

1,0 silberhalsig   0,1 silberhalsig
orangehalsig
Der jüngste Farbenschlag wurde 2006 in Münster im Anerkennungsverfahren gezeigt und anerkannt. Wegen der farblichen Nähe zu anderen Gezeichneten, wird bestimmt schnell ein hoher Zuchtstand erreicht werden.
  
orangebrüstig
Dieser neue Farbenschlag ist ähnlich den Birkenfarbigen. Die Grundfarbe ist ein leuchtendes Schwarz mit Grünlack. Die Behangfarbe beim Hahn und Halsbehang der Henne ist Orange (etwas heller oder dunkler). Sie wurden 2013 als 25. Farbenschlag anerkannt.
   

birkenfarbig
Die schon einige Jahrzehnte existenten Birkenfarbigen zeigen oft ideale Federfußtypen mit geschlossenem Fußwerk. Bei den Hähnen sollten die Silberbehänge zuweilen klarer und bei den Hennen das Mantelgefieder reiner lackschwarz sein. Die Oberbrust sollte in beiden Geschlechtern nicht "klatschig" sein. 

1,0 birkenfarbig 0,1 birkenfarbig
rotgesattelt
Dieser Farbenschlag ist 2005 anerkannt worden. Ein bestechendes Farbspiel zwischen der rahmweißen Grundfarbe und den gezeichneten Gefiederteilen. Hier werden noch einige Mitstreiter benötigen, um den Farbenschlag weiter im Zuchtstand zu bringen.
   

weiß-schwarzcolumbia (hell)
Sie weisen trotz beachtlicher Qualität im Typ und im Fußwerk eine schwache Verbreitung auf. Die nur geringen Wünsche bei einem Teil der Tiere hinsichtlich markanter Columbiazeichnung in Hals- und Schwanzpartie sollten die Freude an diesem aparten Zeichnungsbild nicht mindern.

1,0 weiß-schwarzcolumbia 0,1 weiß-schwarzcolumbia

gelb-schwarzcolumbia
Kein Jahrzehnt alt sind die mit großer Phantasie und Energie herausgezüchteten Gelb-Schwarzcolumbia, die in Größe, Typ, Farbton und Fußwerk noch eine gewisse Streubreite aufweisen, aber in den jährlich gezeigten Spitzentieren andeuten, dass das Idealbild des "Federfußes" erreichbar ist. Diese interessante Columbia-Variante wird allmählich noch einen größeren Liebhaberkreis finden.

1,0 gelb-schwarzcolumbia   0,1 gelb-schwarzcolumbia

Kennfarbig
Diese Variante wurde 2009 erfolgreich vorgestellt und ist ab 2010 anerkannt. Es ist ein gänzlich neuer Farbenschlag, der auch in anderen Ländern der EE noch nicht existierte. Entstanden sind die Kennfarbigen aus gestreiften und goldhalsigen Federfüßigen Zwerghühnern, so dass von Anfang an Figur und Rassetyp vorhanden waren. Zuchtschwerpunkte für die nächsten Jahre sind eine gleichmäßige Sperberung im Hennengefieder sowie ein satter Goldton im Halsbehang, reine Brustfarbe und eine möglichst reine Hauptsichelfarbe beim Hahn.

 

Die vier getupften Farbenschläge sind zweifarbig und haben also am Ende jeder Feder nur eine einfarbige Tupfe.

gelb mit weißen Tupfen
Bei diesem Farbenschlag handelt es sich um eine Mutation aus den Gold-Porzellanfarbigen, die genetisch also eigentlich porzellanfarbig sind. Die durch Farbverdünnung aufgehellte blaue Tupfung ist züchterisch unerwünscht und daher allmählich in die gleiche weiße Farbe wie die Perlung reduziert worden. Die satt gelbe Grundfarbe kombiniert mit der weißen Tupfung ergibt besonders auf grünem Rasen einen reizvollen Kontrast. Die in den 60ern anerkannten "Gelb-Weißen" haben inzwischen einen hohen Qualitätsstand erreicht und sind nicht mehr als selten einzustufen.

1,0 gelb mit weißen Tupfen  0,1 gelb mit weißen Tupfen

schwarz mit weißen Tupfen
Sie bieten mit der lackreichen schwarzen Grundfarbe und der möglichst weißen Tupfung einen reizvollen Kontrast. Die Breite der Übergänge und die Gleichmäßigkeit der Tupfung müssen züchterisch noch angestrebt werden. 

1,0 schwarz mit weißen Tupfen   0,1 schwarz m.w. Tupfen

perlgrau mit weißen Tupfen
Eine Seltenheit stellen die Perlgrauen mit weißen Tupfen dar, die hinsichtlich des gedrungenen Typs und einer deutlichen und gleichmäßigen Tupfung noch einiges vom Idealtyp entfernt sind. 

1,0 perlgrau mit weißen Tupfen 0,1 perlgrau mit weißen Tupfen

rot mit weißen Tupfen
Die erst in den 90ern anerkannten "Rot-Weißen" sind sehr selten und bedürfen sowohl im Typ wie auch der satten roten, reinen Grundfarbe und korrekter, gleichmäßiger reiner Tupfung noch erheblicher Verbesserung.

  

schwarz
Unter den fünf einfarbigen Farbenschlägen sind die Schwarzen als einzige nicht selten. Der gedrungene Federfußtyp, feine Kopfpunkte, schöne geschlossene Fußbefiederung und eine lackreiche, breite Feder sind in vielen Zuchten gut verankert. 

  0,1 schwarz

weiß
Die Weißen stehen in der Qualität den Schwarzen in nichts nach und zeigen teils vorbildliche Figuren und Fußwerk; gelber Anflug ist selten.

1,0 weiß   0,1 weiß

perlgrau
Dieser seltene Farbenschlag hat sich in den letzten Jahrzehnten durch das Wirken erfahrener Züchter festigen können; das beeindruckende, über den ganzen Körper gleichmäßige Taubenblau ist bei manchen Hähnen leider durch Messinganflug entwertet. Eine durch Farbverdünnung bedingte schmalere Federstruktur muss in gewissen Grenzen akzeptiert werden, ebenso leichter Ruß im Kragengefieder.

0,1 perlgrau

gelb
Die ebenso seltenen Gelben haben das gleiche Problem in der Federstruktur, sind aber in den letzten Jahrzehnten ebenfalls verbessert worden. Die gleichmäßige, satt gelbe Farbe ist bei vielen Spitzentieren beeindruckend. Etwas Schwarz im Schwanz ist zu tolerieren.

1,0 gelb  0,1 gelb

rot
Die Roten sind äußerst selten und kaum auf Schauen zu sehen. Die gezeigten Tiere weisen meist - bis auf eine Spitzenzucht - Defizite im Typ, Fußbefiederung und gleichmäßiger Farbe auf. 

0,1 rot
blau-gesäumt
Dieser in 2008 vom BZA anerkannte Farbenschlag wurde schon vorher in einigen Ländern gezüchtet. Er zeichnet sich durch eine gleichmäßig blaue Farbe aus, die etwas heller oder dunkler sein darf. Am Ende einer jeden Feder befindet sich ein möglichst scharf abgegrenzter Saum. Hierbei besteht bei den wenigen Zuchten noch intensive Züchterarbeit.
  

mit Bart
Eine interessante Variante stellt die bei allen Farbenschlägen anerkannte Bärtigkeit dar, die in Form eines Backen- und eines Kinnbartes den Federfüßigen Zwergen ein possierliches Ambiente verleiht. Allerdings sollte man dieser Variante eine sorgfältige Haltung angedeihen lassen, damit die Tiere nicht am gegenseitigen Picken an den Bartfedern Spaß finden. Die Bärte sollen möglichst dicht geschlossen sein und die Halsfedern sind zu einer Mähne gedreht. Bei allen Bärtigen sind die Schwanzfedern in folge der Eigenart der Federstruktur etwas kürzer als bei den Bartlosen. Es ist erstaunlich, das die Schwarzen, Weißen und Perlgrauen mit Bart in einigen Zuchten eine großartige Bartfülle und einen Typ aufweisen, der den Bartlosen nicht nachsteht.

1,0 rot mit Bart  0,1 gold-porzellanfarbig mit Bart
 1,0 isabell-porzellanfarbig mit Bart  0,1 weiß mit Bart
 1,0 schwarz mit Bart 0,1 silber-porzellanfarbig mit Bart

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