Auch bei mir sollten es unbedingt Federfüßige Zwerghühner sein.

Eine erfolgreiche Jungzüchterin stellt sich vor.

Mein Name ist Anna Leimbach. Ich bin 12 Jahre alt und züchte seit mehr als 3 Jahren Federfüßige Zwerghühner in isabell-porzellanfarbig. Begonnen hat eigentlich schon alles kurz nach meiner Geburt, denn sowohl mein Opa, als auch mein Vati sind langjährige, erfolgreiche Rassegeflügelzüchter und demzufolge bin ich sozusagen auf einem Rassegeflügelhof aufgewachsen. Ich muss schon sagen es hat eine ganze Weile gedauert, bis mein Vati mich endlich im Verein angemeldet hat.

Zum Beginn meiner züchterischen Tätigkeit hatte ich das Glück, einige Küken aus der Zucht meines Vatis zu erhalten. Mit diesen Küken konnte ich dann meinen ersten eigenen Zuchtstamm aufbauen, mit dem ich dann erfolgreich weitergezüchtet habe. Natürlich konnte ich auch von der Unterstützung meines Opas und Vaters profitieren.

Die allerschönste Zeit in der Rassegeflügelzucht ist die Frühjahrszeit. Wenn die Zuchtstämme zusammengestellt sind, werden die Bruteier gesammelt und dann entweder mit einer Glucke oder einer Brutmaschine ausgebrütet. Der Kükenschlupf ist das Aufregendste an der ganzen Zucht. Wenn dann die kleine „Wattebällchen“ umherlaufen und man sie wachsen und gedeihen sieht. Natürlich hat man dann auch eine ganze Menge Verantwortung, aber es macht sehr viel Spaß. Die Tiere wachsen sehr schnell und sind im Herbst (Oktober) ausgewachsen. Jetzt folgt die Ausstellungszeit. Es gibt kleine Ausstellungen im regionalen Bereich, in jedem Kreisverband wird eine Kreis-Ausstellung durchgeführt, dann gibt es die Landesschauen der verschiedenen Bundesverbände und überregionale Bundesschauen, sowie Hauptsonderschauen der Sondervereine. Die Tiere werden dort von gut ausgebildeten Zuchtrichtern nach den vorgegebenen Standards bewertet.

Jedes Jahr gibt es auch ein Kreis- und Landesjugendlager der jeweiligen Verbände. Es ist schön, wenn man neue Freunde findet, die sich auch noch mit demselben Hobby beschäftigen, wie man selbst.

Ich kann jedem, der Interesse und Platz hat, dieses schöne Hobby auszuüben nur raten, fang damit an, Du wirst unterstützt.

    zurück zur Jugendseite               zu den Bildern                   nach oben

 

Hier Auszüge aus einem Bericht aus der  "JUNIOREN Geflügelzeitung"

 

Tiere haben es der heute zwölfjährigen Anna Leimbach schon immer angetan. Welch Wunder, ist sie doch zwischen Hühnern, Pferden, Schafen, Hund, Katzen und Kaninchen aufgewachsen und konnte so schon frühzeitig die Reize der Tierhaltung genießen. Wie sie nun zur Rassegeflügelzucht kam wird in einem kurzen Portrait dargestellt.

 

Mein Name ist Anna Leimbach, ich bin 12 Jahre alt und wohne in Dieskau bei Halle/ Saale (Sachsen Anhalt) direkt an einem wunderschönen ehemaligen Gutspark. Seit 2001 züchte ich Federfüßige Zwerghühner isabell-porzellanfarbig und trat im Januar 2002 dem GZV Zwintschöna u.U. bei. Im selben Jahr wurde ich auch Mitglied im Sonderverein der Züchter Federfüßiger Zwerghühner. Besonders schwierig war es für mich nicht, einen guten Start zu bekommen, denn sowohl mein Vater, als auch mein Opa sind seit vielen Jahren begeisterte Rassegeflügelzüchter und unterstützen mich in allen Bereichen.

Im Jahr 2001 bekam ich von meinem Vater einen eigenen Zuchtstamm (1,3) dieser wunderschönen Federfüßigen Zwerghühner geschenkt. Es fiel mir zwar anfangs schwer mich für einen speziellen Farbenschlag zu entscheiden, da ich so ziemlich alle Farbenschläge dieser Rasse einfach schön finde, doch da die Isabell-porzellanfarbigen schon viele Jahre unseren Hof bevölkern, entschied ich mich vorerst für diesen Farbenschlag. Stallungen stehen auf unserem Hof in großer Auswahl zur Verfügung, so dass sowohl mein Zuchtstamm, als auch die Jungtiere ohne Probleme eine Unterbringungsmöglichkeit finden konnten.

Gleich im ersten Jahr konnte ich 25 Küken von meinem kleinen Zuchtstamm erbrüten. Besonders schön ist für mich die Zeit des Kükenschlupfes. Es ist einfach aufregend, beobachten zu können, welche Wunder die Natur in der Lage ist zu gestalten. Aber auch zusehen zu können, wie sich die Jungtiere prächtig entwickeln und so zahm werden, dass sie mir aus der Hand fressen ist einfach herrlich.

In meiner Schule weiß sicherlich mittlerweile jeder, welches schöne Hobby ich betreibe, denn im letzten Jahr hatte ich die Möglichkeit im Rahmen des Biologieunterrichts, nicht nur meinen Klassenkameraden, sondern auch beinahe allen Schülern des Gymnasium Landsberg nahe zu bringen, mit welchen Dingen ich mich so in meiner Freizeit beschäftigte. Erst hielt mein Vater in meiner damaligen Klasse einen allgemeinen Vortrag über die Rassegeflügelzucht und installierte eine Schaubrutmaschine im Nebenraum des Biologiekabinetts. Mir wurde von unserer Lehrerin die Betreuung der Brutmaschine übertragen und so konnte ich meinen Klassenkameraden täglich etwas Neues zeigen, was mir ja schon seit einigen Jahren bekannt ist. Besonders interessant war das Schieren der Eier. So aufmerksam habe ich zuvor einige meiner Klassenkameraden selten erlebt. Dann natürlich der Schlupf der Küken. Ein Ereignis, was sich sehr schnell in der gesamten Schule herumgesprochen hat. Ich glaube es gab keine Klasse, welche sich nicht um den kleinen Brutapparat drängte, um die frisch geschlüpften Küken zu betrachten.

Dank meines kleinen Bruders Marius, der mit seinen 5 Jahren auch schon sehr interessiert an seinen eigenen Hühnern (natürlich Federfüßige Zwerghühner) ist, haben wir regelmäßig verschiedene Kindergartengruppen auf unserem Hof. Die Knirpse sind natürlich auch mit viel Interesse an unseren Küken und Hühnern dabei.

Regelmäßig besuche ich die Versammlungen meines GZV, viel mehr über meine Hühnerrasse kann ich allerdings auf den Sommertagungen und natürlich zur Hauptsonderschau des Sondervereins erfahren. Viele Tipps kann man da von den Züchtern und Sonderrichtern der Federfüßigen Zwerghühner erhalten.

Das Landesjugendlager meines Landesverbandes habe ich im letzten Jahr besucht und werde auch in diesem Jahr daran teilnehmen. Dieses findet jedes Jahr in unterschiedlichen Gegenden unseres Bundeslandes statt. Das Jugendlager geht immer über eine Woche und man kann viel erleben. Neben den züchterischen Unternehmungen, wie Besuche von Zuchtanlagen, Tierbesprechungen u.ä., gibt es auch allerlei Freizeitbeschäftigungen außerhalb dieser Dinge. Viele Freunde kann man kennen lernen, die auch Rassegeflügel- und/oder Kaninchenzüchter sind.

In meiner noch recht kurzen Laufbahn konnte ich auch schon einige Preise erringen. In Sinsheim und Leipzig wurde ich jeweils Bundesjugendmeisterin und 3-fache Kreismeisterin 2002, 2004 und 2005 in Ostrau und Halle/S. bin ich auch geworden. Ich hoffe, auch in diesem Jahr wieder eine recht ordentliche Nachzucht erbrüten zu können.

Na ja, sicherlich gehört auch ein bisschen Glück dazu. Aber auch ohne all die Erfolge auf Ausstellungen ist mein natürliches Hobby eines der schönsten Dinge der Welt für mich.

Auf diesem Wege möchte ich auch meiner Familie danken, dass sie mich immer unterstützt hat und hoffentlich auch weiterhin unterstützen wird. 

                      zurück zur Jugendseite               zu den Bildern                   nach oben