Ein Jungzüchter stellt sich vor.

Ruben im GesprächMein Name ist Ruben Schreiter, ich bin 13 Jahre alt und wohne in Gornsdorf. Da mein Zuhause ein großer Bauernhof ist, bin ich von klein auf den Umgang mit Tieren gewöhnt. Besonders interessierte mich schon immer das Geflügel.

 Im Alter von 6 Jahren bekam ich von meinem Großcousin einen Stamm Federfüßige Zwerghühner. Es waren 1,2 Gold-Porzellanfarbig und eine silber-porzellanfarbige Henne. Im Frühling 1997 hatte ich durch eine Glucke meine ersten 3 gold-porzellanfarbigen Küken. Im darauf folgenden Jahr zog ich wieder durch Naturbrut 15 gold-porzellanfarbige Küken auf. Bis hierhin war die Zucht der Federfüßigen Zwerge nicht nach guten Ausstellungstieren ausgerichtet. 1998 trat ich in den Rassegeflügel- und Kaninchenverein Auerbach e.V. ein. In diesem Jahr bekam ich einen Stamm isabell-porzellanfarbige Federfüße von meinem Großcousin Christian Schaarschmidt, der auch Vereinsvorsitzender im Auerbacher Verein ist. Im Frühjahr 1999 ließ ich 50 Eier in einer Großbrüterei ausbrüten, daraus schlüpften 30 Küken. In diesem Jahr stellte ich das erste Mal auf Ortsschauen in der Umgebung aus. Der Lohn meiner guten Pflege und Fütterung waren überwiegend sg-Noten. Ähnlich verlief auch das nächste Frühjahr, hier hatte ich ungefähr 50 Jungtiere. In der Ausstellungssaison 2000 stellte ich auch auf Kreisschauen, Bezirksschauen und auf Sonderschauen der Federfüßigen Zwerge aus, dabei hatte ich ca. 60 Jungtiere und ähnliche Erfolge wie 2000.
Isobell-porzellanfarbiger Stamm Im Zuchtjahr 2002 habe ich mir mit Zfr. Schaarschmidt zusammen einen Brutapparat mit der Kapazität von 150 Zwerghuhneiern gekauft. Mit diesem Brutapparat hatte ich von 150 Eiern 130 Küken. Im Sommer 2002 verkaufte ich die zitron-porzellanfarbigen Federfüßigen Zwerge, weil ich mich der Zucht des Farbenschlages gelb-schwarzcolumbia widmen wollte. Auf der HSS der Federfüßigen Zwerghühner 2002 in Schopfloch kaufte ich mir 1,4 Tiere dieser Farbe und dazu noch einen Stamm von einem Züchter aus der Umgebung. Mit diesen zwei gelb-schwarzcolumbiafarbigen und weiteren zwei isabell-pozellanfarbigen Zuchtstämmen ziehe ich diese Zuchtsaison 150 Küken per Kunstbrut auf. In der Ausstellungssaison 2003 werde ich wieder auf Orts-, Kreis-, Bezirks- und Sonderschauen aber auch auf der Hauptsonderschau ausstellen.
Die Vorbereitungen für die Zucht beginnen bei mir schon während der Ausstellungssaison. Grundsätzlich stelle ich die Zuchthennen so wenig wie möglich aus. Wenn dieses aber nicht möglich ist, so sorge ich dafür, dass die Hennen sofort nach der letzten Schau eiweißarmes Futter bekommen, aber viel Grünes in Form von Äpfeln, Kohl und Rüben. Am geeignetsten sind geriebene Möhren versetzt mit etwas Speiseöl. Dann wähle ich meine Zuchthähne aus und setze sie so früh wie möglich zu den Hennen. Wenn möglich, stelle ich schon im Dezember die Zuchtstämme zwecks Gewöhnung zusammen. Bei mir hat es sich gut bewährt, die Zuchttiere überwiegend mit Hafer zu füttern.
Die Zuchtstammgröße liegt bei 1,2 bis 1,3. Generell züchte ich mit 2 Zuchtstämmen pro Farbenschlag.
Im Zeitraum Dezember bis Mitte Januar ist Ruhe im Stall. Erst ab Mitte Januar wird der Tag von 5 bis 8 Uhr durch eine künstliche Lichtquelle verlängert. Ab jetzt gebe ich früh eine Mischung aus 25% Haferflocken und 50% einer Körnermischung (Weizen, Gerste, gebrochener Mai) und im späten Nachmittag gebe ich dann Legemehl.
Hühnerhaus Der Zuchtstamm bekommt als Ergänzungsfuttermittel Weichfutter, geriebene Möhren, Rüben und Äpfel. Unter das Weichfutter mische ich Bierhefe und Futterkalk. Grit und Muschelkalk stehen den Tieren immer zur Verfügung. Nach ca. 3 Wochen setzt das Legen der Hühner ein.
14 Tage vor dem Einsetzen der Eier in die Brutmaschine fange ich an mit dem Sammeln der Eier. Die Eier kommen mit der Spitze nach unten in eine Eierpalette. Wenn nach 21 Tagen die Küken schlüpfen, lasse ich sie noch solange in der Brutmaschine, bis sie völlig getrocknet sind. Danach kommen sie in mein Kükenheim.
Küken von Ruben ScheiterIn den ersten drei Tagen füttere ich nur Kükenmehl und frisches Wasser, danach bekommen sie dann ein so genanntes Powerfutter. Dazu reibe ich Möhren, versetzte sie mit etwas Speiseöl, dazu noch Quark und eine gepresste Knoblauchzehe. In der 6. Lebenswoche der Küken bekommen die Jungtiere eine Impfung gegen Infektiöse Bronchitis (IB). Ab der 16. Lebenswoche bis zur Zuchtzeit füttere ich ein Gemisch aus 75% Junghennenfutter und 25% Körnern (Weizen, Gerste, gebrochener Mais, Hafer, Sonnenblumen).
Neben den Zwerghühnern interessieren mich auch Tauben. ......( Es folgt die Beschreibung der Zucht).
Zurzeit bin ich Mitglied in den Sondervereinen der Federfüßigen Zwerghühner und der Komorner Tümmler, da ich später auch diese Rasse züchten möchte. Ich habe auch schon viele erfolgreiche Züchter besucht, u.a. Jürgen und Gerhard Wutzler, Reiner Wolf, Eberhard Ihle und Ernst Mensinger. Aber auch schon einige Züchter haben mich besucht, u.a. Rolf Bareiß, Vladimir Cabraja und Hans-Joachim Schwarz.
Auch wenn meine Eltern und Großeltern kein Fachwissen in der Rassegeflügelzucht haben, ohne ihre Unterstützung wäre ich nicht das geworden, was ich bin. Auch mein Vereinsvorsitzender unterstützte mich sehr gut. Weitere Kenntnisse erwarb ich bis heute durch Kontakte zu zahlreichen Züchtern, Gesprächen mit Preisrichtern, Fachzeitschriften und Fachbüchern. Des Weiteren hoffe ich, dass noch viele Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene den Weg zur Rassegeflügelzucht finden, und dass die derzeitigen Jungzüchter und Züchter unserem wertvollen Hobby erhalten bleiben.

Ruben Schreiter

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